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Der Eingangsbereich unseres Hauses ist eher eine Art Windfang. Er ist somit klein (wirklich klein) und war bis vor einiger Zeit wenig einladend.
Vier Schichten Tapeten, fleckige Wände von alten Wasserschäden (zum Glück komplett ausgetrocknet und die Ursache repariert) und eine uralte Garderobe empfingen unsere Besucher und uns beim Hereinkommen.
Das einzig Gute und Erhaltenswerte waren die alte (aber außergewöhnliche und intakte) Haustür sowie die Einbauschränke. Beides bedurfte einer kleinen Überarbeitung und frischer Farbe, aber diese Elemente sollten auf jeden Fall bleiben.
Wie in unserer vorherigen Wohnung mag ich einen hellen und freundlichen Eingangsbereich. So blieb ich auch hier meinem Farbkonzept treu und setze auf weiße Wand- und Möbelfarbe in Kombination mit hellen Holztönen.
Nun lässt sich in einem so kleinen Raum nicht unbedingt viel an Möbeln und Deko unterbringen. Aber eine schmale Sitzbank mit etwas Stauraum für Amys täglich genutzte Dinge und einen Abstellplatz für meine Handtasche findet auch hier ihren Platz.
Die Akkustikpaneele (*) (helles Holz auf hellgrauem Filz) haben mir in der alten Wohnung schon so gut gefallen, dass ich sie auch hier unbedingt wieder integrieren wollte. Wir hatten sie dort mit Montagekleber (*) an der Wand befestigt und das Ablösen gestaltete sich etwas schwierig, aber zum Glück haben sie es unbeschadet überstanden.
Als kleinen Tipp, wenn Ihr die Paneele in einer Mietwohnung verwenden möchtet: Befestigt sie NICHT mit Kleber an der Wand, sondern mit kleinen Nägeln durch den Filz. Dann könnt Ihr sie problemlos und nahezu rückstandsfrei wieder entfernen. Die kleinen Löcher von den Nägeln sind nach dem Streichen der Wand unsichtbar. Die Kleberückstände leider nicht… Wir haben sie mit einem Spachtel vorsichtig entfernt und anschließend die Übergänge mit Raufaserspachtel kaschiert. Nach dem Streichen sah man dann zwar so gut wie nichts mehr, aber es war ein echter Aufwand…
Durch die großen Einbauschränke an der einen Wand konnten wir auf eine Garderobe verzichten. Hier verschwinden alle Jacken, Schals und Mützen.
Das ist gerade in unserem kleinen Raum sehr praktisch. So konnte ich die andere Seite für Deko und Ablagefläche nutzen. Dadurch wirkt alles strukturiert und aufgeräumt.
Die kleine Nische neben der Haustür ist nicht besonders tief und unsere alte Stauraumbank sah dort zwar schön aus, stand aber leider auf der einen Seite etwas in den Raum hinein. Das nahm zusätzlich Platz weg, von dem ohnehin schon wenig vorhanden ist.
Die Deko mit der weißen Bodenvase gefiel mir eigentlich ganz gut, aber trotzdem hätte ich gerne etwas Durchgehendes gehabt, was die Ecke komplett ausnutzt. Außerdem wollte ich den Übergang der Paneele zur Wand kaschieren. Denn leider hatten wir nicht genug, um sie ganz bis zum Boden reichen zu lassen und eine Nachbestellung der gleichen Paneele scheiterte daran, dass die Lieferung nach Dänemark nicht möglich war.
Das Wandregal (Lack von Ikea) (*) in heller Holzoptik hatten wir aus Deutschland mitgebracht, ohne zu wissen, wo es hier im Haus seinen Platz finden würde. Eigentlich sollte im Eingangsbereich ein weißes Regal an die Wand, aber das Holzregal passte dann einfach wunderbar zum Gesamtkonzept.
Ich mag diese „schwebenden“ Regalböden ohnehin sehr gerne, weil sie so einen schönen cleanen Look haben. Außerdem lassen sie sich supereinfach mit der dazugehörigen Schiene an der Wand befestigen.
Das ist in unserem alten dänischen Haus zwar leider nicht immer ganz so einfach, weil unsere Wände an manchen Stellen wirklich porös sind und die Dübel nicht halten. Mittlerweile haben wir aber gelernt, dass wir uns mit einem einfachen aber genialen Trick behelfen können: Die Bohrlöcher großzügig mit Montagekleber füllen und dann erst den Dübel reindrücken. Auf die Schiene des Regals kam hier auch noch zusätzlich Montagekleber bevor wir sie an die Wand geschraubt haben. Hält bisher alles bombenfest!
Eigentlich war ich auf der Suche nach einer schmalen Holzbank für den unteren Bereich. Aber alles, was ich finden konnte, sah zwar schön aus, hatte aber keinen Stauraum.
Da das Regal im oberen Bereich schon so gut passte, hatte ich die Idee, aus mehreren Lackregalen eine Bank selbst zu bauen.
Daraus besteht meine Bank (*):
Die Höhe der Beine richtet sich nach Eurer gewünschten Sitzhöhe. Bei uns hat die Bank eine Gesamthöhe von 45 cm. So können wir gut darauf sitzen und sie schließt genau unterhalb der Akustikpaneele ab.
Unter der alten Mustertapete befand sich Raufaser, die auch nach dem Ablösen der oberen Tapetenschicht noch völlig in Takt war. Eine wunderbare Grundlage für einen frischen weißen Anstrich und eine echte Arbeitserleichterung, weil wir nicht alles entfernen und neu tapezieren mussten.
Der Deckenputz hatte zum Glück auch keinerlei Löcher oder lose Stellen und so konnte ich in einem Arbeitsgang Wände und Decke streichen.
Für die Türen und den Schrank habe ich wieder meinen Lieblingsmöbellack (Weißlack extramatt von Alpina) (*) verwendet. Diese Farbe hat mich noch bei keinem Untergrund im Stich gelassen und super Ergebnisse erzielt. Und selbst unsere Innentüren, die mir beim Streichen echt graue Haare bescheren, sehen hinterher ebenmäßig weiß aus.
Auf die Scheiben der Zwischentür habe ich von der Flurseite matte Fensterfolie (*) geklebt, weil ich es schöner finde, wenn man nicht sofort in den Flur schauen kann. Außerdem gefiel mir die Riffelung des alten Glases nicht besonders gut. Da die Scheiben noch heil und fest in der Tür waren, wollten wir sie nicht austauschen. Jetzt mit der Mattfolie sieht es aus wie neu. Die Kanten habe ich, wie bei der Badezimmertür, mit weißem Acryl abgedichtet und so den Übergang von der Folie zum Rahmen kaschiert.
Die alten Türgriffe aus schwarzem Bakelit durften auch hier bleiben, weil ich sie einfach sehr charmant und passend zum Haus finde. Unsere Haustür hat erst einmal von Innen einen frischen Anstrich erhalten. Die Außenseite wird im Zuge der Außenarbeiten mit erledigt.
Mit der Elektrik (und insbesondere den Deckenleuchten) ist es so eine Sache in Dänemark. An einem Tag funktionieren sie einwandfrei und dann schließt Du eine neue Lampe an und nichts geht mehr. Und das, obwohl Du genau die gleichen Kabel in genau die gleichen Klemmen der Lampe gesteckt hast wie vorher.
Wir haben dies in einigen Zimmern unseres Hauses erlebt und nur in einem Fall selbst eine Lösung gefunden. Die anderen Male benötigten wir die Unterstützung unseres Elektrikers. Und selbst er brauchte mitunter einen längeren Moment um zu verstehen, wo genau der Fehler lag.
Das Problem unserer Deckenleuchte im Eingangsbereich konnte bis heute niemand klären geschweige denn lösen. Beim Auszug unserer Vorbesitzer funktionierte sie einwandfrei (wir hatten sie auch in erleuchtetem Zustand gesehen, als wir das letzte Mal hier waren). Dann nahmen sie natürlich ihre Lampe mit und wir wollten eine neue anschließen. Keine Chance… Und nachdem auch Jimmy (unser Elektriker des Vertrauens) aufgegeben hatte und irgendetwas von neuen Kabeln ziehen murmelte, beschlossen wir, auf eine Akkuleuchte (*) umzusteigen.
Anfangs war ich eher skeptisch, wie lange so ein Akku wohl halten würde und ob man – gerade in den Wintermonaten – diesen vielleicht alle zwei Tage laden müsste. Mittlerweile bin ich absolut begeistert von dieser Möglichkeit ein Zimmer zu beleuchten. Wir haben uns für ein Modell mit Bewegungssensor entschieden und umgehen so das Einschalten mit der Fernbedienung (was ich als etwas störend empfunden hätte). Ab einer gewissen Dunkelheit geht die Lampe automatisch an sowie jemand den Flur betritt. Nach einer Minute (die Dauer kann man einstellen) geht sie automatisch wieder aus.
Der Akku hält im Herbst und Winter gut drei bis vier Wochen mit einer Ladung und das Licht ist wirklich sehr hell. Über den Sommer haben wir sogar nur einmal in drei Monaten aufgeladen. Die Lampe ist mit einer Metallschiene und einem Magnet an der Decke befestigt. Zum Laden nimmt man sie einfach ab und lädt sie an der Steckdose auf.
An dem Design der Lampe könnte der Anbieter noch arbeiten. Mir wäre auch ein stylisches Modell von einem skandinavischen Interiorlabel lieber gewesen, aber mit dieser Variante kann ich gut leben – wenigstens ist sie weiß und fällt nicht auf…
Platz ist in der kleinsten Hütte… Zumindest für ein paar ausgewählte Dekostücke.
In unserem letzten Dänemarkurlaub vor der Auswanderung hatte ich bei Lidl ein gerahmtes Poster im skandinavischen Stil entdeckt und musste es unbedingt mitnehmen. Auf dem Regal hat es nun endlich einen passenden Platz gefunden. Den Übertopf mit stilisiertem Gesicht gab es vor einigen Jahren bei Aldi Nord (einen ähnlichen von Bloomingville findet Ihr bei Amazon (*)). In Deutschland stand er in unserem Badezimmer, hier darf er den Eingang verschönern.
Der Kissenbezug begrüßt uns und unsere Gäste nun landestypisch mit einem fröhlichen Hej. Ich habe ihn bei Textilwerk gefunden. In diesem Onlineshop gibt es übrigens auch viele andere tolle Wohntextilien.
In der hohen Vase auf dem Regal „versteckt“ sich mein Duftdiffusor. Ich mag es, wenn man beim Eintreten nicht nur von einer schönen Umgebung, sondern auch von einem zarten Duft begrüßt wird.
Mein Tipp: Der automatischen Diffusor von AirWick (*) mit verschiedenen Duftölen im Flakon. Mein Lieblingsduft ist Bergamotte/Lavendel (*). Das Gerät ist klein, unauffällig und hat einen Timer integriert. Acht Stunden lang gibt er in Intervallen das Duftöl fein zerstäubt ab. Die Intensität kann in drei Stufen eingestellt werden.
Ich liebe LED-Kerzen mit Timer. Man kann sie überall hinstellen, muss nicht auf die Flamme achten und sie tauchen den Raum jeden Tag zur gleichen Zeit in ein warmes gemütliches Licht. Nach diesen schlanken Modellen in rein weiß habe ich lange gesucht. Die meisten Kerzen haben einen Naturton und passen hier nichtAuf einem kleinen Tablett mit einer Vase arrangiert, nehmen sie nicht viel Platz weg und machen den Eingangsbereich wohnlich.
Die kleinen Körbe (*) im Regal sind perfekt für Amys Leine, Halsband, Pfotentuch und Gassibeutel. Hier ist alles schnell griffbereit und trotzdem aus dem Blickfeld verschwunden. Ihr „Wintermantel“ hängt auf einem Bügel bei unseren Jacken. Nein, der Schrank und unsere Sachen riechen jetzt nicht nach Hund!
Die Einbauschränken habe ich Innen und Außen weiß lackiert und die alten Griffknöpfe gegen neue aus hellem Holz getauscht.
Wir haben noch einmal die gleichen Schränke im Flur. Dort lagern unsere Schuhe und die Auflagen für die Terrassenmöbel. Superpraktisch!
Für die Schranktüren habe ich noch ein DIY auf meiner To Do Liste für den Herbst / Winter. Sie sollen ein Upgrade mit Holzleisten bekommen. Das fertige Ergebnis zeige ich Euch dann.
Aber jetzt ist erst einmal der Vorgarten dran. So lange wir noch sommerlich warme Tage haben, möchte ich diese lieber draußen verbringen und dort einiges verschönern. Wenn die kühleren Tage kommen, geht es dann drin weiter. Mit einem Haus ist man ja bekanntlich nie fertig…
Falls Ihr das eine oder andere auch gerne haben möchtet, findet Ihr unten die Produktlinks zu meinen Lieblingsstücken.
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