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Ein Kompost aus Paletten ist schnell gebaut und kostet nicht viel. Dunkel lasiert ist er außerdem ein hübscher Hingucker im Garten. Und gerade jetzt, wo die Gartensaison endlich wieder beginnt ein schönes Wochenendprojekt im Freien.
In unserem vorherigen Garten hatten wir sehr viel Platz und eine ungenutzte, verwilderte Fläche am Ende des Grundstücks. Da in einem großen Garten auch entsprechend viel Grünschnitt anfällt, wollten wir gerne einen Kompost haben.
Ein fertiges Teil kaufen kam nicht in Frage, wir bauen ja gerne selbst etwas. Auch ein System aus gemauerten Kammern gefiel uns nicht und so viel Arbeit wollten wir auch nicht investieren. Da hatten wir die Idee, einen Kompost aus Europaletten zu bauen. Das natürliche Material passt meiner Meinung nach gut zu dem Thema Garten und Natur. Außerdem darf mein Herzmann ausgemusterte Paletten kostenlos in der Firma mitnehmen. So hatten wir damit eine extrem kostengünstige und ansprechende Lösung für uns gefunden.
Zu allererst haben wir die vorhandenen Paletten mit langen Holzschrauben an den Ecken zusammengeschraubt, so dass wir im Anschluss einen „Kasten“ hatten.

Da es uns wichtig war eine Tür zu haben, die man öffnen kann um leichter mit der Schubkarre rein zu fahren, haben wir eine Palette an der Vorderseite durchgesägt und seitlich mit Scharnieren anschließend wieder befestigt.

Als Sicherung, damit die Tür nicht immer aufgeht, dient ein langer Nagel, den wir in die linke seitliche Palette unterhalb einer Querstrebe eingeschlagen haben. Hier hängt sie drauf und kann nicht aufschwingen.

Für mehr Stabilität sorgt der eingeschraubte Querbalken in der Mitte des Kompost.

Anschließend haben wir den inneren Bereich mit Noppenfolie ausgekleidet. Dabei aber darauf geachtet, dass im unteren Bereich genug frei bleibt, damit der Kompost Luft bekommt. Die Folie braucht es nicht unbedingt, aber ich wollte nicht, dass z. B. der Rasenschnitt durch die Ritzen fällt und sich überall verteilt. Und wir haben sehr gute Erfahrungen damit gemacht, alles ist gut vergangen und die entstandene Erde war super.

Nun noch ein bisschen Kies rundherum verteilt, Gehwegplatten zum besseren Ranfahren verlegt und alles mit Bondex Holzschutz in Nussbaum(*) lasiert. Als Eyecatcher musste ich unbedingt noch die kleinen Blumenkästen (*) einsetzen. Sie sind speziell für Europaletten und passen perfekt in die Lücken.

Den Kompost haben wir an einem Tag zusammen gebaut und ich habe noch einmal insgesamt zwei Tage (mit Trocknungszeit) zum Lasieren gebraucht. Die Lasur habe ich Innen und Außen aufgebracht, damit auch unter der Noppenfolie das Holz vor Witterungseinflüssen geschützt ist.
Die Komposterde vom ersten Jahr haben wir übrigens komplett für unsere Hochbeete verbraucht und unser Gemüse ist wirklich gut gewachsen. Für unseren jetzigen Garten lohnt sich ein Kompost nicht, da er gerade einmal knapp 100 qm groß ist. Aber für einen größeren Garten würde ich jederzeit wieder einen nach genau dem gleichen Prinzip bauen. Für uns hat er sich sehr gut bewährt.
Über den Bau der Hochbeete berichte ich in einem der nächsten Beiträge, dann zeige ich Euch auch, wie unser neuer kleiner Garten jetzt aussieht.
Habt noch ein schönes Wochenende und genießt die Sonne! Bei uns sind heute 25 Grad und herrlicher Sonnenschein.
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